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Der Buddha

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Siddhattha Gotama, der zukünftige Buddha, wurde vor ungefähr 2500 Jahren als Prinz eines kleinen Gebietes nahe der heutigen indisch- nepalesischen Grenze geboren.

Obwohl er in Luxus und Sorglosigkeit aufwuchs und den Status eines Aristrokraten genoss, konnten alle materieller Güter und sinnlichen Vergnügen nicht die Unvollkommenheiten des Lebens vor diesem ausserordentlichen jungen Mann verbergen.

So liess er mit 29 Jahren Reichtum und Famile zurück um in den abgelegenen Wäldern und Bergen Nordostindiens auf die Suche nach der letzten Antwort zur Lösung der Probleme des Lebens zu gehen.

Er studierte bei den weisesten religiösen Lehrern und Philosophen seiner Zeit, lernte alles, was sie lehren konnten, aber sie brachten nicht die Antwort, die er suchte.

Dann versuchte er es mit extremer Askese, aber auch das half ihm nicht weiter.

Mit 35 wurde ihm klar, dass weder Genusssucht noch asketische Selbstverleugnung ihn zu seiner Antwort führen konnten.
Dann, in einer Vollmondnacht im Mai, nachdem er sich von diesen beiden Extremen abgewandt hatte, sass er unter den Zweigen eines Bodhi-Baumes , in einem abgeschiedenen Wald am Ufer des Flusses und entwickelte seinen Geist in tiefen leuchtenden und ruhigen Stadien der Meditation.

Mit aussergewöhnlicher Klarheit und der durchdringenden Kraft, die durch innere Stille entsteht, fokussierte er seine Aufmerksamkeit auf die Natur der Existenz , deren Ursachen und Auflösung.

Durch diese Kontemplation des Inneren der Realität erreichte er die Erfahrung der Ereleuchtung. Von diesem Moment an wurde er bekannt als der Buddha, der Vollerwachte.

Seine Erleuchtung bestand aus der tiefsten und allumfassensten Einsicht in die Natur von Körper, Geist und Dingen. Dieses Erwachen war keine Enthüllung eines göttlichen Wesens sondern eine Entdeckung, die er selbst in den Tiefen der Meditation machte. Es war eine Einsicht die seinen Geist von den Wurzeln alles Leidens befreite: von selbstbezogenen Wünsche, Ärger und Verblendung.

Diese Erfahrung eleiminierte alle Spuren von innerem Konflikt und Unzufriedenheit uns schaffte einen unerschütterlichen inneren Frieden.

Nachdem er das Ziel der perfekten Erleuchtung erreicht hatte, verbrachte der Buddha die nächsten 45 Jahre damit, seinen Weg zur Erlösung zu lehren: dass ein Jeder, der diesem Weg genau und strebsam folgt, unabhängig von Rasse, Klasse oder Geschlecht, zu dem gleichen Erwachen gelangem wird.

Diese Lehre wird Dhamnma genannt, was wörtlich bedeutet: die Natur aller Dinge oder die unterliegende Wahrheit der Existenz.

 

Die 4 edlen Wahrheiten

Der Mittelweg

Das Gesetz des Kamma

Wiedergeburt

Illusion von Selbst oder Seele

Glauben Buddhisten an Götter?

Ein Pfad zum Erforschen

Was ist Meditation?

Der Buddhistische Orden

Arten des Buddhismus

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Buddha aus Myanmar  Die 4 edlen Wahrheiten

Der Kern der Lehre des Buddhas , um den sich alle andren Lehren ranken, sind die 4 Edlen Wahrheiten:

1. Leben involviert Leiden. Alle Lebewesen unterliegen Alter, Krankheit und Tod. Sie erleben unvermeidlich Enttäuschung, Unbequemlichkeit, Trauer, Angst und Schmerzen.

2. Die Wurzel des Leidens steckt in unserem Verlangen, angenehme Sinneserfahrungen zu machen, unserem Verlangen nach Existenz, nach Nichtexistenz oder dem Anderssein der Dinge, als sie sind. Das Verlangen wird gespeist durch Mögen und Nichtmögen, getrieben von der Illusion des "Mein" und "Ich", welche wirderum aus dem Missverständnis der wahren Natur der realität entstehen.

3. Leiden endet mit dem Enden des Verlangens. Das ist Erleuchtung, Nibbana (oder Nirvana). Erleuchtung ist das vollkommene Loslassen der Illusion eines permanenten und unabhägigen Selbst oder einer Seele. Ein Erleuchteter Mnesch wird Arahant genannt.

4. Erleuchtung erreicht man durch graduelles Training: einen Weg, der Mittelweg genannt wird, oder der "Noble Achtfache Pfad".

Buddhismus ist eine realistische Religion insofern, dass er die vielen Unvollkommenheiten des Lebens anerkennt, und er ist optimistisch, indem er eine praktische Lösung anbietet: Erleuchtung und Befreiung in diesem Leben.

Weil alle Dinge, die aus einer Ursache entstanden sind, sich in einem Zustand ständiger Veränderung befinden, sind sie implizit ungeeignet, dauerhaft Glück, Zufriedenheit und zuverlässige Befriedigung zu bringen.

Das Festhalten an einem Aspekt von Erfahrungen führt zu Friktion, Stress und Enttäuschung, wenn diese Dinge, Menschen oder Situationen verblassen oder verschwinden.

Solange Leiden als etwas Unnatürliches oder Abnormales angesehen wird, das man fürchten, vermeiden und ablehnen muss, ist es unmöglich, diese Ursachen zu entwurzeln und ein wirklich glückliches Leben zu führen.
In dem Grade, in dem die subtile und Alles durchdringende Natur des Leidens erkannt wird, kann man es akzeptieren und frei davon sein.

Deshalb wird die Reflexion von Leiden so betont, sie ist ein Schlüssel zur ultimativen Befreiung, und Jene, die Erleuchtung erlangt haben, sind ein inspirierendes Beispiel von tiefer und dauerhafter Ruhe und Glücklichsein.

 

 
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Der Mittelweg

 Buddha Lotussitz

Der Weg zum Enden alles Leidens wird der Mittlere Weg genannt, weil er die beiden Extreme, Genusssucht und Selbstverleugnung, vermeidet.

Dieser Weg besteht aus der Kultivierung von Tugenden, meditativer Ausgeglichenheit und Weisheit, und sie ist genauer erklärt im "Edlen Achfachen Pfad":

1 Die perfektion des Verstehens: der richtige Sicht der grundlegenden Wahrheiten der Existenz.

2 Die Perfektion der Absichten: Die Gedanken werden von Liebender Güte, Mitgefühl und Verzicht motiviert.

3 Die Perfektion des Sprechens: Wahr, harmonisch, sanft und bedeutungsvoll.

4 Die Perfektion des Verhaltens: nicht gewalttätig, nicht stehlen und verantwortungsvolles Verhalten in der sexualität.

5 Die Perfektion der Arbeit: einen Lebenserwerb, der weder uns selbst noch anderen Lebeswesen schadet.

6 Die Perfektion der Bemühung: die heilsamen Zustände des Geistes kultivieren und erhalten, die unheilsamen überwinden und fernhalten.

7 Die Perfektion der bewussten Wachsamkeit: Aufmerksamkeit auf den Körper, Gefühle, Geist und Geistesobjekte.

8 Die Perfektion der meditativen Konzentration: tiefe Einheit, Frieden und Reinheit des Geistes.

Wenn alle 8 Faktoren des Weges ausgereift sind, durchdringt man die Natur der Existenz mit Einsicht und erntet die Frucht der Buddhistischen Lehre: Vollkommene Weisheit und unerschütterliche Befreiung.

 

 
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Myanmar BuddhaDas Gesetz des Kamma

 

Der Buddha sagte: "Mönche, Kamma ist Absicht"

Nach dem natürlichen Gesetz des kamma (oder karma) gibt es unvermeidliche Resultate unserer absichtlichen Handlungen.

Bestimmte Handlungen, Dinge die gesagt oder gedacht wurden, führen dazu, Andere zu verletzen oder sich selbst zu schaden, wenn die Absicht dahinter unheilsam ist.

Dieses schlechte Kamma entsteht aus selbstsüchtigen Wünschen, Ärger oder Verblendung. Weil das Resutlat unerfreulich und schmerzvoll ist, werden weise Menschen nicht diesem negativen Absichten folgen. Ebenso gibt es Handlungen, Sprache und Gedanken, die aus heilsamen Absichten stammen. Dieses gute kamma führt zum Wohlergehen anderer und sich selbst. Motiviert von Grosszügigkeit, Mitgefühl, Klarheit des Verstehens und anderen positiven Einstellungen, die weise Menschen kultivieren und ihren positiven Absichten folgen.

Vieles, wenn auch nicht alles, von dem was wir erfahren, ist das Ergebnis unseres früheren kammas. Wenn man sich also in unangenehmen Situationen findet: statt die Schuld anderen zuzuweisen kann man das eigene frühre Verhalten untersuchen, und Verantwortung übernehmen für die Ursachen, die zu dieser Situation geführt haben.

Genauso ist es, wenn man glücklich ist. Statt es für selbstverständlich zu nehmen, versucht man die vorhergehenden Ursachen und Umstände zu verstehen, die diesen angenehmen Zustand herbeigeführt haben.

Man ernete geau das, was man säht.

Die einzige Zuflucht vor kamma ist Erleuchtung. Bid dahin jedoch ist es möglich, den Konsequenzen schlechten kammas die Schärfe zu nehmen, indem man möglichst viel Gutes tut. Buddha gab dazu das Gleichnis eines Löffels voll Salz in einem Glas wasser aufgelöst, verglichen mit einem Löffel voll Salz aufgelöst in einem grossen Fluss. Das Glas ist untrinkbar, während der Geschmack des Flusswassers kaum beeinträchtigt ist.

Genau so ist für jemanden, der wenig Gutes tut, kamma sehr schmerzhaft, während die Ergebnisse des selben schlechten kammas für Jemanden, der gewohnheitsmässig sehr viel Gutes tut, viel weniger ernst sind.

Das Verstehen dieses Naturgesetzes von Ursache und Wirkung führt zu einem ethischen mitfühlenden und weisen Leben.

 
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Wiedergeburt

junge Mönche

Man sagt, der Buddha konnte sich an seine früheren Leben erinnern. Selbst heute soll es Mönche, Nonnen und andere Menschen geben, die sich iher früheren Existenzen erinnern können. Ein so starkes Erinnerungsvermögen könnte das Ergebnis tiefer Meditation und geistigem Training sein.

Für Jene, die meinen, ihre vergangenen Leben erinnern können, wird die Idee der Wiedergeburt eine ganz reale Tatsache, die das gegenwärtige Leben in eine bedeutungsvolle Perspektive rückt.

Das Gesetz von kamma kann auch verstanden werden im Zusammenhang mit vielen Lebenszeiten, denn es scheint manchmal, dass es lange dauert, bis kamma seine Früchte trägt.

Wiedergeburt ist nicht nur auf den menschlichen Bereich beschränkt. Die Jataka Geschichten berichten von den Wiedergeburten des Buddha, darunter auch viele, in denen er als Tier, als Tiger, Krokodil oder Hase gelebt haben soll-

Der Buddha sagte aber auch, dass die Gedanken an frühere Leben nicht wichtig seien, Hier und Jetzt sollen wir Erleuchtung anstreben.

 

 

 
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Die Illusion eines permanenten Selbst oder einer Seele

 Thailand

Buddha lehrte, dass kein lebendes Wesen einen essenziellen oder permanenten Kern hat, der als Selbst oder Seele angesehen werden könnte. Was als individuelle Person erscheint, ist in Wirklichkeit ein ständig in Veränderung befindlicher Prozess mentaler und physischer Eigenschaften in unterschiedlichen Kombinationen zu verschiedenen Zeiten. Durch besitzergreifendes Anhaften identifiziert sich der Geist mit Teilen oder allem dieses Prozesses und dadurch entwickelt sich die Vorstellung vom Ich und Mein.

Tatsächlich sind alle Erscheinungsformen, belebt oder nicht, abhängig von Umständen und Ursachen entstanden. In einem konstanten Zustand von Veränderung sind die Dinge frei von einer inhärenten Existenz und die gesamte Realität ist ein fortlaufender Strom von mit einander verflochtenen, kausal verursachten Ereignissen, die im gegenwärtigen Moment entstehen und vergehen.

Wiedergeburt jedoch geschieht ohne eine Seele. Stell dir eine Kerze vor, die herunergebrannt ist und kurz vor dem Verlöschen. Eine neue Kerze wird an der alten angezündet. Obwohl die alte Kerze ausgegangen ist, brennt die neue hell und stark. Was ist von der alten Kerze auf die neue übergegangen? Es gab einen kausalen Zusammenhang, aber kein "Ding" ging hinüber. Genau so gab es einen kausalen Zusammenhang zwischen unseren früheren und dem jetzigen Leben, aber keine Seele ging über.

Der Buddha lehrte, dass es genau dieses grundlegende Missverständnis ist, die Illusion eines Selbst, das die Ursache allen menschlichen Leidens ist. Die Illusion des Selbst manifestiert sich als Ego, und die natürliche Funktion eines Egos ist es zu kontrollieren. Grosse Egos wollen die Welt beherrschen, das durchschnittliche Ego möchte seine seine unmitelbare Umgebung, Heim, Familie und Arbeitspaltz kontrollieren und alle Egos versuchen, das was sie als ihren Körper und ihren Geist ansehen, zu beherrschen. Dieser Versuch der Kontrolle erzeugt Zuneigung und Abneigung, was letztendlich dazu führt, Besitz anzuhäufen, Andere zu manipulieren und die Umwelt auszubeuten.

Obwohl dieses Gefühl von selbst nach seinem Glück strebt, das unersättliches Verlangen produziert immer wieder neue Unzufriedenheit. So lange man sich mit etwas wie "Ich" oder "Selbst" identifiziert ist das unvermeidliche Ergebnis ein Mangel an äusserer Harmonie und innerer Erfüllung. Nur durch scharfe Einsicht basierend auf tiefer Meditation kann dieser Irrtum klar gesehen werden als das was es wirklich ist.
Nur dann kann man vollkommenes Glücklichsein erleben.

 

 
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Glauben Buddhisten an Götter?

Kali, indische Göttin

Buddhismus ist eine atheistische religion, in der kein Gott, Schöpfer oder Erlöser verehrt wird. Fortschritt auf dem buddhistischen Weg ist nicht abhängig von einer externen Macht sondern von den eigenen Bemühungen. Die buddhistische Kosmologie erkennt himmlische Bereiche und göttliche Wesen an, die dort sehr ähnlich leben, wie die Menschen, vor allem in Hinduismus, sich Götter vorstellen.

Aber auf Grund des fundamentalen Gesetzes der Vergänglichkeit sind selbst diese Wesen im Kreislauf derWiedergeburten gefangen , und deswegen nicht als letzte Zuflucht geeignet.

 

 
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Ein Pfad zum Erforschen

Meditation am Ganges

Der Buddha warnte vor blindem Glauben und ermutigte weise Untersuchung und Toleranz. In einem seiner Gespräche erläuterte er die Gefahren, seinen Glauben nur auf den folgenden Kriterien zu basieren: Hörensagen, Tradition, weil viele Andere es sagen, wegen der Autorität alter Schriften, wegen logischer Schlussfolgerung, aus Respekt für seinen Lehrer, Vorfahren oder Priester.

Statt dessen sollte der Reisende auf dem Weg der Erforschung offen sein und die eigenen Erfahrungen des Lebens genau überprüfem. Wenn man selbst sieht, dass eine Sichtweise oder ein Glaube vernünftig und im Einklang mit der eigenen Erfahrung ist, zu eigenem und dem Glück anderer führt, nur dann sollte man diese Sichtweise annehmen. Dies gilt auch für die Lehren des Buddhas selbst. Sie sollten genau betrachtet und mit der Klarheit in der Menditation geprüft werden. Wenn die Meditation tiefer wird, wächst auch die Einsicht in die Natur des Lebens.

 

 

 
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Was ist Meditation?

Ajahn Chah im Lotussitz meditierend

Meditation bezieht sich auf die geistige Aktivität der beständigen und bewussten Wahrnehmunfg einer Sache, Empfindung, eines Konzeptes, Prozesses oder eines Gefühls. Das kann zum Beispiel der Vorgang des Atmens sein, ein äusseres Objekt, das Konzept und das Gefühl der Liebenden Güte, ein bedeutungsvolles Wort, eine Körperliche Empfindung oder das Gefühl von Vergänglichkeit. Man kann in jeder Körperhaltung meditieren , aber für gewöhnlich meditiert man im Sitzen mit überkreuzten Beinen oder im Auf- und Abgehen. Wenn die Aufmerksamkeit zunehmend beständiger wird, wird der Geist klarer und konzentrierter, das Erhalten der Aufmerksamkeit beruhigt Körper und Geist während die fokussierte Wachsamkeit Energie gibt und den Geist erhellt.

Je tiefer die Meditation wird, desto ruhiger, stiller und glücklicher fühlt man sich. Diese reine Aufmerksamkeit, entwickelt durch ständiges Training, bringt eine ausserordentliche Klarheit des Geistes. Man beginnt die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind, hinaus über die Begrenzung der konditionierten Wahrnehmung und der gewohnten Gedankenmuster. Wenn man so klar sieht, wird Weisheit geboren, und Frieden und Einsicht formen ein untrennbares Paar, das graduell durch Meditation kultiviert wird.

 

 
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Der Buddhistische Orden
Buddhistische Mönche

Die buddhistische klösterliche Gemeinde, die Sangha, wurde vom Buddha für jene Menschen gegründet, die ihr Leben vollkommen dem Ziel der Ereluchtung widmen wollten. Der klösterliche Lebensstil ermöglicht es einem, Sorgen und Verstrickungen des weltlichen Lebens völlig hinter sich zu lassen und alle Zeit und Energie dem Ziel der Befreiung zu widmen. Es ermöglicht auch, in Abgeschiedenheit zu leben, ein wichtiger Faktor zur Entwicklung tieferer Stadien von Meditation und Weisheit. Der Buddha institutionalisierte auch einen detailierten Codex des Verhaltens und der Disziplin, um den Mönchen und Nonnen bei der Kultivierung ihrer Tugnden zu helfen.

Zwischen Buddhistischen Laien und der Sangha gibt es eine Beziehung gegenseitiger Abhängigkeit. Die Sangha verlässt sich auf die Laienbuddhisten für ihre materiellen Bedürfnissse, und im Gegenzug liefern die Mönche und Nonnen der Laiengemeinde die spirituelle Führung und moralische Unterstützung. Solange die Sangha in Einklang mit dem Codex und der monastischen Disziplin lebt und nach Erleuchtung, strebt wird Buddhismus eine starke und lebendige Religion sein.

 

 
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Arten des Buddhismus
Tara in Bodhgaya

Buddhismus florierte in Indien nach dem Tode des Buddhas und breitete sich friedlich bis nach SriLanka im Süden aus, im Norden zum Himalaya, westlich bis zum heutigen Iran und Afghanistan und im Osten nach China, Sumatra und Java. Nach 500 Jahren entstand eine neue Sekte genannt "Mahayana", die sich von der jetzt als Theravada bekannten Linie getrennt hat. Mahayana neigte dazu, liberal allle neuen Kulturen zu integrieren, während Theravada eher konservativ versuchte, die kontinuität aus der Zeit des Buddha zu bewahren. In neuen Schriften stellten manche Mahayana Schulen den Buddha als Gott dar und ersetzten das Ziel der Erleuchtung mit dem des Bodhisattva, einer Person, die ein Buddha werden möchte um so vielen anderen Wesen zu helfen wie möglich. Die Theravada Schule bezieht sich auf die originalen Lehren und den Lebensstil des Buddhas.

Mit derr moslemischen Invasion des indischen Subkontinents im 11. und 12. Jh wurde der Buddhismus gewaltsam unterdrückt und schliesslich in seinem Geburtsland ausgerottet. Zu dieser Zeit hatte aber Mahayana in China Wurzeln geschlagen und sich von dort nach Japan, Korea und Vietnam ausgebreitet. Die bekannnteste Sekte dieser Länder ist der Zen Buddhismus. Mahayana kam auch nach Tibet, wo er die lokale animistische Religion des Bon vereinnahmte, und verbreitete sich weiter in die Mongolei und Bhutan. Der bekannteste Tibetische Mönch und Nobel Friendenspreisträger ist der Dalai Lama.

Theravada hat sich vor allem in Sri Lanka, Myanmar, Thailand, Laos und Cambodia etabliert. Seine Schriften sind bekannt als der Palikanon, der ältesten Aufzeichnung von dem, was der Buddha lehrte.

 
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