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Der 1. Tag - warum meditieren?

Der 2. Tag - Aufmerksamkeit

Der 3. Tag - Materialismus

Der 4. Tag - Atemmeditation

Der 5. Tag - Liebende Güte

Der 7. Tag - Meditataion im Alltag

Der 6. Tag










Godwin:

    "Das Thema unseres heutigen Gespräches sind Gefühle. Was man als unangenehme Gefühle bezeichnet, die uns Leid verursachen.

   Wir können einige dieser Gefühle betrachten: Ärger, Angst, Besorgnis, Trauer, Einsamkeit, Schuldgefühl, Eifersucht. Ich denke, dass wir alle hier solche Gefühle kennen. Ich glaube, niemand hier hat diese Gefühle noch nicht selbst erfahren. Und ich glaube, überall auf der Welt erleben Menschen diese Gefühle.

    Es sind also tatsächlich diese Gefühle, die uns Leiden verursachen, die in uns Konflikte schaffen. Also ist es wichtig
herauszufinden, wie Meditation uns helfen kann, mit diesen Gefühlen zu arbeiten. Ich hoffe, dass ich ein paar Werkzeuge dazu vorstellen kann. Von einigen dieser Werkzeuge habe ich schon gesprochen.

    Was ist das erste Werkzeug? Das erste Werkzeug ist irgendwie sehr schwierig, ich habs schon ein paar Mal gesagt, nämlich zu lernen, für diese unangenehmen Gefühle offen zu sein. Wir sind sehr stark konditioniert, sie nicht zu mögen, sie in gewisser Weise zu hassen, sie abzulehnen und so weiter, weil es so unangenehm ist, wenn wir sie erfahren. Es ist also, wie gesagt sehr wichtig, ihnen gegenüber offen und freundlich zu sein. Das müssen wir lernen, langsam, sanft und zärtlich.

    Das nächste Werkzeug ist: lernen zu erforschen, zu untersuchen, zu entdecken, uns bemühen, sie zu verstehen. Weil wir sie nicht mögen, weil wir sie hassen, bemühen wir uns nie, sie kennen zu lernen, sie zu entdecken.

   Wir können eine ganze Menge über diese Gefühle lernen. Eines, was wir lernen können, ist die Verbindung zwischen Gefühlen und Gedanken zu sehen. Wir sehen, wie Gefühle erschaffen werden, und wenn wir sehen und verstehen, wie Gefühle erschaffen werden, können wir weitgehend mit ihnen arbeiten, mit ihnen umgehen. Und wenn wir bereit sind, von ihnen zu lernen und sie zu entdecken, dann lernen wir auch, ihnen gegenüber offen zu sein.

    Ein anderes interessantes Werkzeug ist: wenn wir diese Gefühle nicht haben, sie einzuladen, ihnen zu erlauben zu kommen. Das Interessante ist, dass sie nicht kommen, wenn wir sie einladen. Denn wenn wir sie fürchten, wenn wir sie nicht mögen, dann geben wir ihnen mehr Macht und mehr Energie. Also, wenn wir offen sind, wenn wir sie einladen, dann ist ihnen die Macht und die Energie genommen. Vielleicht, wenn wir heute meditieren, werden wir die Ungeheuer einladen, die wir nicht mögen.

    Ein sehr wichtiges Werkzeug ist auch: wenn diese unangenehmen Gefühle nicht da sind, zu wissen, dass sie nicht da sind. Weil wir ihnen Macht gegeben haben, und weil wir sie nicht mögen, haben wir Angst vor ihnen. Und indem wir Angst vor ihnen haben, wenn sie gar nicht da sind, merken wir kaum, dass sie nicht da sind.

    Wenn wir also wissen, sie sind nicht da,lernen wir, mehr und mehr positiv zu werden. Um ein praktisches Beispiel zu geben: Wenn wir Zahnschmerzen haben, dann leiden wir wirklich unter den Zahnschmerzen, aber wenn wir keine Zahnschmerzen haben, sagen wir dann jemals: "Hurra, ich hab keine Zahnschmerzen"? Selbst wenn wir keine haben, denken wir vielleicht, sie könnten morgen kommen. Es ist zu gut, um wahr zu sein, dass sie abwesend sind. Vielleicht hast du jetzt keine dieser unangenehmen Gefühle, dann erkenne bitte, dass sie jetzt nicht da sind.

    Ein sehr bedeutendes Werkzeug ist, sich klar zu machen, dass sie uns nicht wirklich gehören. Wir haben eine Art Besitzanspruch selbst für diese Gefühle. Wenn da also Ärger ist, dann denkt man, das ist mein Ärger. Wenn Angst da ist, denkt man, das ist meine Angst, Und wie ihr wisst, wollen wir das, was uns gehört, nicht loslassen.

    Dieser Punkt ist in Buddhas Lehre auf eine sehr interessante Weise präsent: wir sollten lernen, diese Gefühle als Besucher anzusehen, als unsere Gäste. Und wir sollten ein freundlicher, guter Gastgeber sein und von den Gästen, die kommen, lernen. Wir sollten wissen, dass diese Gäste kommen, eine Weile bleiben, und dann wieder gehen. Wenn sie kommen, sollten wir also sagen: "Herzlich Willkommen, schön, dass du da bist, wie lange möchtest du bleiben?" Und wenn sie gehen, sagen wir: "Auf Wiedersehen, du bist jederzeit willkommen." Ist das nicht eine sehr schöne Art, mit unseren Besuchern umzugehen? Da ist ein spielerisches Element, Leichtigkeit, Freude, wenn du auf diese Weise mit Gefühlen umgehen kannst.

    Noch ein Werkzeug vielleicht: wenn wir diese Gefühle erfahren, dann haben wir ihnen Worte gegeben. Manchmal werden wir von den Worten selbst konditioniert. Eine interessante Möglichkeit ist also, wenn diese Gefühle kommen, mit ihnen umzugehen, sie zu erfahren, ohne ihnen Worte zu geben. Nimm das Wort weg, und schau mal, was du eigentlich wirklich erfährst. Denn wenn wir Worte gebrauchen, beziehen wir uns auf die Vergangenheit, aber ohne Worte erfahren wir es von Moment zu Moment. Wir sind dann wirklich ganz bei unseren Gefühlen.

    Lasst mich die Werkzeuge noch einmal zusammenfassen. Das erste ist, zu lernen, für die Gefühle offen zu sein. Das nächste ist, sich zu bemühen, von ihnen zu lernen, mit ihnen zu experimentieren. Ein weiteres, sie einzuladen, wenn sie nicht da sind. Dann,wenn sie nicht da sind, sich bewusst zu machen, dass sie nicht da sind. Ein weiteres Werkzeug ist, ohne ein Besitzdenken an sie heran zu gehen, sie einfach nur als Besucher zu sehen, die kommen und gehen. Und schliesslich, ihnen keinen Namen zu geben und zu sehen, was wir eigentlich wirklich erfahren.

    Wichtig ist, wenn du diese Werkzeuge entdeckt hast, und wenn du weisst, dass sie funktionieren, dann entwickelt sich grosses Selbstvertrauen im Umgang mit diesen Gefühlen. Das grösste Problem ist, dass wir kein Selbstvertrauen haben, und wenn wir kein Selbstvertrauen haben, haben wir in gewisser Weise schon verloren, dann sind wir von vornherein die Opfer der Gefühle. Wenn du also Selbstvertrauen hast, dann öffnest du dich für sie, dann kommst du an einen Punkt, wo es keinen Unterschied mehr macht, ob die Gefühle da sind oder nicht.

    Wenn wir angenehme Gefühle haben, passiert es, dass wir sie mögen, ihnen ein dickes Plus geben. Und wenn wir sie dann festhalten wollen und das nicht schaffen, dann leiden wir wieder. Und wenn negative Gefühle da sind, dann mögen wir die, wie gesagt, nicht, also geben wir ihnen ein Minus. Können wir mit diesen Zuständen ohne positive oder negative Beurteilung umgehen, lernen, sie nur als das zu sehen, was sie sind?

    So, wenn ihr jetzt Fragen habt, dann fragt, besonders praktische Fragen zu den Werkzeugen und vielleicht zu eurer eigenen Erfahrung, sie anzuwenden."

Frage:
"Normaler Weise wenn Gefühle auftreten, ist das kein Problem, wir können die Werkzeuge anwenden, die du vorgestellt hast. Aber wenn wir in unserem Herzen sehr verletzt sind, dann können sich sehr intensive Gefühle aufbauen, und dann reagieren wir naürlich darauf und werden traurig und nervös. Gibt es da noch andere Werkzeuge, um mit den ganz starken Gefühlen besonders umzugehen?"

Godwin:

    "Kannst du mal ein Beispiel nennen, was du meinst?"

"Das können Wunden sein, die viele Jahre oder Leben alt sind. Das ist wie eine Ratte, die mit Nadeln gestochen wird."

Godwin:

    "Ja. Als ich gestern über Liebende Güte sprach, habe ich einige Zeit damit verbracht, über diese Verletzungen zu spechen. Ich möchte das jetzt nicht alles wiederholen. Aber zur Erinnerung: Wenn es Wunden sind, die entstanden sind durch das, was ihr Anderen angetan habt, geht es nur darum zu lernen, sich selbst zu verzeihen, die eigene Menschlichkeit zu akzeptieren, die eigenen Unvollkommenheiten. Und wenn es Wunden sind, die entstanden durch das, was andere euch angetan haben, dann geht es darum, Anderen zu vergeben, ihre Menschlichkeit und Fehlbarkeit zu akzeptieren. Noch andere Fragen?"

Frage:
"Kürzlich ist mir was passiert, und ich hab meine Gefühle beobachtet, und das war sehr komisch. Es war, als wenn angenehm kaltes Wasser durch mein Herz gelaufen ist. In dem Moment war es eine grosse Enttäuschung, aber nach dem ich das beobachtet hatte, hab ich mich ganz schnell davon erholt. Und meine Frage ist, ob es stimmt, dass Gefühle mehr mit dem Herzen zu tun haben, und Gedanken mehr mit dem Gehirn."

Godwin:

    "Ich glaube, mein Freund, es ist egal, ob es im Herzen ist, oder im Gehirn. Das sind theoretische Fragen. Wir müssn sehr einfach sein. Bei dem Gebrauch der Werkzeuge müssen wir sehr einfach sein. Wir brauchen einen ganz praktischen, direkten Zugang. Das ist das Schöne an der Lehre des Buddhas. Ich möchte diese Worte noch einmal wiederholen: es ist sehr einfach, sehr praktisch und sehr direkt. Noch etwas?"

Frage:
"Du hast vorhin gesagt, wir sollten den Gefühlen keine Worte geben. Wie sollen wir also die Gefühle beobachten?"

Godwin:

    "Sehr gute, praktische Frage. Solche Fragen mag ich. Stellt euch mal vor, ihr erfahrt Langeweile. Also nehmt ihr das Wort "Langeweile" weg, und findet heraus, was ihr eigentlich erfahrt. Ist es eine Empfindung, die du Langeweile nennst? Oder ist es ein bestimmter Gedanke, den du als Langeweile ansiehst? Ist es ein ganz bestimmtes Gefühl, dass du als "Langeweile" kategorisiert hast? Wenn wir auf diese Weise etwas herausfinden können, kann Langeweile plötzlich sehr interessant werden."

Frage:
"Meine Frage ist: Wahrscheinlich haben alle Menschen viele schlechte Gewohnheiten, wie Glückspiel, Rauchen oder Alkohol trinken. Wie gehen wir mit solchen Gewohnheiten um?"

Godwin:

    "Eine interessante Liste. Ein Aspekt der Meditation ist, mit Gewohnheiten zu arbeiten. Wir sind nämlich von Gewohnheiten abhängig geworden. Deshalb reagieren wir auf diese Gewohnheiten in einer sehr mechanischen Weise. Das Wort erscheint, und wir geben sofort nach.

     Ein Vorschlag, den ich anbieten möchte, ist also - und das ist eine sehr wichtige Übung der Aufmerksamkeit - einfach zu wissen, wenn diese Gewohnheiten auftauchen, sich ihrer bewusst zu sein, damit wir wenigstens mit dem mechanischen Teil dieser Gewohnheiten arbeiten können.

    Der zweite Vorschlag, den ich machen möchte ist, selbst zu erkennen, wie diese Gewohnheiten uns und anderen Leid zufügen. Und bringen sie dir Freude, Leichtigkeit und spirituelle Eigenschaften?

    Der dritte Vorschlag: Wenn du diese Dinge gerade nicht erlebst, wenn du den Gewohnheiten nicht nachgegeben hast, den Unterschied zu sehen. Dann erfährst du selbst, wie es ist, wenn sie da sind, und wenn sie nicht da sind. Dann werden sie sie natürlich und von ganz allein verschwinden. Wie ich schon sagte, es ist sehr wichtig, Selbstvertrauen zu entwickeln: Ich weiss, ich habe diese Gewohnheiten, aber ich werd mich richtig anstrengen, mit ihnen zu arbeiten. Mich verpflichten und bemühen. Es kann sehr nützlich sein, mit den Gewohnheiten zu arbeiten.

    Und vielleicht ein letzter Vorschlag noch: Es hilft, spirituelle, edle Freunde zu haben und deine Erfahrungen mitzuteilen, und sie können dich auf deinem spirituellen Weg unterstützen. Und bitte, fühl dich nicht schuldig, fühl dich nicht schlecht oder sündig, weil du diese Dinge tust. Sieh sie nicht als Problem an, sondern als Herausforderung, mit der du arbeiten kannst."


Frage:
"Wir sollten unseren Gefühlen kein Wort geben, wenn ich Wut habe, soll ich sie ablegen und betrachten. Aber wenn wir diese Gefühle nicht haben, wie können wir sie dann betrachten?"

Godwin"

    "Angenommen, wir arbeiten mit Ärger. Ich glaube, das ist ein verbreitetes Gefühl, das wir alle kennen. Wenn wir also keinen Ärger fühlen: "Aha, ich fühle jetzt keinen Ärger." Du kannst dich erinnern und sagen: "Ich hab mich den ganzen morgen nicht geärgert." Und am Ende des Tages sagst du vielleicht:"Oh, heute war ich den ganzen Tag frei von Ärger." Du wirst überrascht sein, was für ein guter Mensch du warst, und dich deswegen zunehmend positiv fühlen.

Frage:
"Was Gefühle betrifft, da ist es nie zu spät für Rache. Manchmal kann man es ablegen und verzeihen, aber dann taucht es wieder auf. Was kann man da machen?"

Godwin:

    "Gute Frage. Denn auch das können wir nachvollziehen. Hier sind ein paar Vorschläge, damit umzugehen.

   Erstens: Sei nicht überrascht! So sind Gefühle halt, manchmal kommen sie nicht, und manchmal kommen sie wieder. Und wenn sie kommen, sei nicht überrascht. Wenn die Gefühle gehen, kommen wir zu der Schlussfolgerung: "Jetzt ist das alles vorbei." Das Problem mit dieser Schlussfolerung ist, dass sie nicht wieder kommen sollten.

    Der zweite Vorschlag: ich kann die verschiedenen Werkzeuge wieder anwenden, das heisst, wenn die Gefühle wieder kommen, sich dessen bewusst sein und die Werkzeuge anwenden, aber ohne sich ein Minus zu geben. Das ist das Wichtige. Ich möchte das hier noch einmal ganz stark betonen, wir sollten nicht annehmen, das wir diese Gefühle nie wieder haben werden, sondern wenn sie kommen versuchen, dankbar zu sein. Sie als Gelegenheit zu betrachten, von ihnen zu lernen. Dann kommt man, wie gesagt, zu einem Zustand, wo es keinen Unterschied macht, ob sie kommen oder nicht. Das sollte unser Ziel sein, statt anzunehmen: Jetzt ist Schluss mit ihnen.

    Nach den buddhistischen Lehren hören solche Sachen erst vollkommen auf, wenn wir erleuchtet sind. Also, wie ich gestern sagte: Wir versuchen, Erleuchtete zu sein, bevor wir erleuchtet sind. Das bringt uns zu einem Punkt, den ich immer sehr betone: zu lernen, unsere Menschlichkeit zu akzeptieren, unsere Unvollkommenheit. Das ist sehr sehr wichtig. Keine Fragen mehr? Alle Fragen und Probleme gelöst?"

Frage:
"Ich möchte wissen, wie ich mit Traurigkeit umgehen soll. Manchmal kann ich einfach nicht loslassen, weil man es sogar in den Träumen fühlt, besonders, wenn Verwandte sterben."

Godwin:

    "Ich möchte nicht noch einmal die Werkzeuge beschreiben. Ich wiederhole nur, egal, ob es Trauer, Angst, Sorge, Schuldgefühl ist, die Medizin ist die selbe.

  Wegen den Träumen: das zeigt, dass die Trauer sehr tief sein muss, dass sie sogar im Traum erscheint. Denk also bitte daran, offen zu sein für die Tage, wenn du nicht von Traurigkeit träumst. Wenn keine Trauer da ist, sei offen dafür, dass Trauer nicht da ist.

    Es gibt vielleicht zwei Arten von Traurigkeit. Die eine ist Trauer in Bezug auf ein bestimmtes Ereignis. Aber vielleicht gibt es auch einen anderen Typ Trauer, der keinen Bezug zu einem Ereignis hat, sondern einfach ein Gefühl von allgemeiner Traurigkeit ist.

   Wenn sie sich auf ein Ereignis bezieht, sollte das Ereignis ein Objekt für die Meditation werden. Klar zu sehen, dass wir mit unserer Erwartung, wie Dinge sein sollten, diesen Zustand selber erschaffen haben.

    Und wenn es nur Traurigkeit ohne konkrete Ursache ist, dann kannst du versuchen, die Gefühle im Körper zu spüren, während du die Traurigkeit fühlst, denn unsere Gedanken können alles schlimmer machen. Wenn du also bei den körperlichen Empfindungen bist, kann das helfen.

    Ein anderes Werkzeug, das ich schon ein paar Mal erwähnt habe ist, zum Atem zurück zu kommen, denn der geschieht jetzt. Und es ist interessant, dass alle Traurigkeit mit der Vergangenheit zu tun hat.

    Traurigkeit kommt aus der Vergangenheit, und Sorge aus der Zukunft. Sich mit dem Atem zu verbinden und zu lernen, in der Gegenwart zu sein, hilft uns, Vergangenheit und Zukunft in den Griff zu kriegen. Damit lernen wir, mit diesen Gefühlen umzugehen, die immer mit der Vergangenheit und der Zukunft zu tun haben.

   Zusammenfassend möchte ich noch einmal zu einem der erwähnten Werkezuge sagen: Wenn Traurigkeit nicht da ist, versuche, sie einzuladen, und du wirst vielleicht feststellen, dass sie nicht kommt. Zeit für eine letzte Frage."

Frage:
"Dein Rat ist, dass wir Gefühle nicht mit Worten benennen sollen, und du hast uns gesagt, wenn kein Ärger da ist, sollen wir wissen, dass kein Ärger da ist. Aber wenn wir sagen, da ist kein Ärger, dann benutzen wir ein Wort, um eine bestimmte Erfahrung zu beschreiben. Ist das nicht ein Widerspruch?"

Godwin:

    "Eine sehr gute Frage. Ich mag diese Frage. Wenn du über die Wekzeuge nachdenkst, wirst du sehen, dass wir manchmal Worte benutzen müssen, manchmal aber brauchen wir sie nicht. Deswegen haben wir verschiedene Werkzeuge. Wenn eins nicht funktioniert, kannst du mit einem amderen experimentieren.

    Wichtig ist, dass du herausfindest, welche dir helfen. Wenn du dann herausgefunden hast, welche Werkzeuge dir helfen, musst du sie benutzen. Es ist interessant, dass diese Werkzeuge sehr individuell sind. Wir Menschen sind verschieden, unterschiedliche Persönlichkeiten. Deswegen habe ich versucht, unterschiedliche Werkzeuge vorzustellen, etwas für jeden Persönlichkeitstyp.

   Der letzte Punkt, den ich noch erwähnen möchte ist, dass es für den spirituellen Weg sehr sehr wichtig ist, dass du in der Meditation experimentierst, alles selbst herausfindest. Der Buddha hat das sehr betont, selbstverantwortlich zu sein, dein eigener Lehrer, dir selbst ein Licht zu sein."

Meditation

Lasst uns darüber meditieren, was wir hier besprochen haben.

   Diejenigen, die Probleme mit unangenehmen Gefühlen haben, bitte erlaubt ihnen, jetzt aufzutreten.

     Wenn diese Gefühle, die wir nicht mögen, jetzt kommen, lasst uns sehen, wie weit wir uns mit ihnen anfreunden können.

    Lasst uns sehen, wie weit wir sie einfach zulassen können.

    Sie zu behandeln, wie einen Besucher, der gekommen ist.

    Und wenn du keine unangenehmen Gefühle hast, dann weiss einfach: Ich habe keine unangenehmen Gefühle.

    Können wir lernen, mit ihnen umzugehen, ohne sie negativ zu bewerten?

    Kannst du dir wirklich sagen: Es ist okay, dass ich mich nicht okay fühle?

    Kannst du dankbar sein, dass das Gefühl da ist und du deshalb lernen kannst, damit zu arbeiten?

    Kannst du Zuversicht fühlen, Selbstvertrauen, dass du weisst, wie du mit ihnen arbeitest, mit ihnen umgehst, wenn sie wiederkommen?

   

 
 

Meditation im Alltag

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