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Video: Peter Robinsonehemals (inzwischen wieder) Phra Peter Pannapadipo über SET und die Bildungschancen der Mädchen in Thailand (engl.3min)

Kindermönche         Kindermönche

 

   

 

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In vielen Buddhistischen Ländern ist es üblich,dass sich Kinder - d. h. Jungen - als Novizen ordinieren lassen. Das klingt für unser europäisches Verständnis vielleicht erst einmal grausam oder traurig. In sehr armen Ländrn wie Thailand, Laos, Cambodia, Myanmar, ist dies jedoch eine recht positive Angelegenheit.

Kindermönche dürfen spielen

Die Kindermönche sollen nur 10 Lebensregeln - statt der 227 der voll ordinierten Mönche - einhalten: Nicht töten, nicht stehlen, sexuelle Abstinenz, keine Lügen, Drogen und Alkohol vermeiden, nach 12 Uhr mittags nicht essen, keinen "weltlichen" Vergnügen nachgehen, sich nicht schmücken, nicht in besonders hohen oder grossen Betten schlafen, kein Geld annehmen.

Kindermönche leben besser, als ihre Altersgenossen aus der selben sozialen Schicht

Selbst von voll ordinierten Mönchen werden nicht alle der Regeln strikt befolgt. Es wird z. B. argumentiert, dass es einem Mönch in der heutigen Gesellschaft nicht möglich ist, ohne Geld zu leben, und in den meisten buddhistischen Klöstern gibt es Fernseher. Vielleicht ist die Regel, nach 12 Uhr nicht mehr zu essen, die grösste Schwierigkeit. Aber zumindest Zucker, Honig und alles Flüssige ist erlaubt. Das Leben der Kinder ist also keineswegs so hart und beschränkt, wie es auf den ersten Blick aussieht, gelegentliche Verstösse werden nicht sehr streng verfolgt und sie geniessen annähernd genau so viel Respekt und Ansehen, wie ein Erwachsener Novize.

Kindermönche beim Essensammeln

Trotz der festen Regelung des Tagesablaufs bleibt Zeit zum Spielen. Das Leben der Jungen ist vergleichbar mit dem in Internaten oder englischen boarding schools.

Ganz anders als bei christlichen Mönchen kann im Buddhismus die Entscheidung zur Ordination jederzeit widerrufen werden. Das gilt auch für die Kinder.

Kleidung, Essen und eine Grundschulausbildung sind ihnen garantiert. Und wenn es bei den Almosengängen manchmal ein wenig Geld gibt, können die Kindermönche sogar ihre Familien unterstützen. Viele Familien, vor allem auf dem Lande, sind so arm, dass es gerade zum Überleben reicht. Die Klöster erfüllen somit eine wichtige soziale Funktion. Zumindest den Jungen ist damit sehr geholfen.

Und was wird aus den Mädchen?

Eine Weiterführende Ausbildung ist für die Kindermönche allerdings ein Problem. Nur das Studium des Buddhismus wird nach Grundschulabschluss von den Klöstern gefördert. Möchte ein Novize Arzt, Ingenieur oder Jurist werden, hat er kaum eine Chance. Da bleibt nur die Hoffnung auf eine der Hilfsorganisationen, die ein Minimum an Lebensunterhalt und die Studiengebühren finanzieren, wenn sie können. Hervorragende Arbeit leistet auf diesem Gebiet die von dem ehemaligen buddhistischen Mönch Mönch Peter Robinson gegründete NGO SET - Student´s Education Trust - in Thailand.

Mehr als 1000 begabten Jungen und Mädchen, meist aus sehr armen Farmerfamilien im Norden Thailands, konnte zu einem Studienabschluss verholfen werden. Doch es gibt Kinder, deren Familien zu arm sind, um ihnen helfen zu können.

Das klingt absurd, aber Peter Robinson erklärt:"Viele Bauernfamilien sind darauf angewiesen, dass die Kinder schon in frühemAlter mitarbeiten. Wenn wir aber, um für ein Kind das Studium finanzieren, auch noch die Familie mit unterstützen müssen, können wir zwei oder drei andren jungen Menschen weniger helfen."

   
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Die Webseite von SET:

http://www.thaistudentcharity.org.